Veröffentlicht: 24.05.2024 · Aktualisiert: 24.05.2024
Ein Terrassenboden muss mehr aushalten als Regen. In der Sonne erwärmt er sich, nachts kühlt er ab, im Winter kommt Frost hinzu. Dabei bewegen sich Belag und Untergrund nicht immer gleich. Wie lange der Boden diesen Belastungen standhält, hängt deshalb nicht allein von seiner Oberfläche ab. Entscheidend ist auch, wie er verlegt wird und wohin eindringendes Wasser abfließen kann.
Fest mit dem Untergrund verbunden oder schwimmend verlegt? Dieser Unterschied ist für den Aufbau einer Terrasse wesentlich. Bei unserem DRAINfloor Klick-System setzen wir auf eine schwimmende Verlegung und eine Drainage unter dem Belag: Bewegungen sollen nicht durch einen starren Verbund weitergegeben werden, Wasser soll abfließen können.
Inhaltsverzeichnis
- Wie Wasser und Frost einen Terrassenboden schädigen
- Fest verbunden: Wasser unter dem Belag wird zum Risiko
- Schwimmend verlegt: kein starrer Verbund zum Untergrund
- Wasser gezielt ableiten statt unter dem Belag zurückhalten
- Bei der Sanierung zuerst den Aufbau prüfen
- Unser Ansatz: den Terrassenboden als System planen
Wie Wasser und Frost einen Terrassenboden schädigen
Ein frostsicheres Obermaterial macht noch keinen frostsicheren Gesamtaufbau. Auch unter einem unbeschädigt wirkenden Belag kann Feuchtigkeit zum Problem werden.
Schon feine Haarrisse und undichte Fugen können ausreichen, damit Wasser unter den Deckbelag gelangt. Kann es dort nicht ausreichend abfließen und sammelt sich in Hohlräumen oder frostempfindlichen Schichten, kann es beim Gefrieren Schäden verursachen. Mögliche Folgen sind Abplatzungen, gelöste Beläge und weitere Risse, durch die erneut Wasser eindringt.
Hinzu kommen Spannungen: Belag und Untergrund dehnen sich bei Wärme unterschiedlich aus und ziehen sich beim Abkühlen wieder zusammen. Ein Aufbau muss deshalb beides berücksichtigen — Bewegung und Feuchtigkeit.
Fest verbunden: Wasser unter dem Belag wird zum Risiko
Bei einer direkt verbundenen Verlegung wird der Belag beispielsweise mit Kleber oder Bindemittel auf dem vorbereiteten Untergrund befestigt. Ohne wirksame Entkopplung können Bewegungen und Risse des Untergrunds den Oberbelag stärker beanspruchen.
Auf einer frei bewitterten Terrasse ist zusätzlich der Wassereintritt entscheidend. Regen trifft auf die Fläche, Feuchtigkeit gelangt über Fugen oder feine Risse in den Aufbau. Bleibt sie unter dem Deckbelag zurück, können wiederholte Frost- und Tauwechsel den Belag und seinen Verbund zum Untergrund schädigen.
Eine überdachte, tatsächlich trocken bleibende Fläche ist dieser Belastung deutlich weniger ausgesetzt. Auf einer offenen Terrasse muss der Aufbau dagegen mit eindringendem Wasser umgehen können. Allein auf eine dauerhaft geschlossene Oberfläche zu vertrauen, reicht dafür nicht aus.
Gerade bei einer Sanierung zählt deshalb nicht nur, wie der alte Belag aussieht. Auch sein Halt, vorhandene Risse, Feuchtigkeitsschäden und die Wasserführung darunter müssen geprüft werden. Ein neuer Deckbelag beseitigt diese Probleme nicht von selbst.
Schwimmend verlegt: kein starrer Verbund zum Untergrund
Bei einer schwimmenden Verlegung liegt der Belag auf, ohne fest mit dem Untergrund verklebt zu sein. Die einzelnen Elemente können dabei untereinander verbunden sein — beim DRAINfloor System durch ihre Klickverbindung.
Dadurch kann sich der Belag innerhalb der vorgesehenen Bewegungsmöglichkeiten gegenüber dem Untergrund bewegen. Spannungen werden nicht wie bei einem unmittelbar verklebten Aufbau über einen starren Haftverbund weitergegeben. Passende Randabstände und fachgerecht ausgeführte Anschlüsse gehören deshalb zur Verlegung dazu.
Schwimmend beschreibt die Verlegeart, Entkopplung deren Wirkung auf die Spannungsübertragung. Entkopplung ist der allgemeinere Begriff: Auch spezielle verklebte Matten können Spannungen zwischen Untergrund und Belag reduzieren. Ein solcher Aufbau ist entkoppelt, aber nicht schwimmend verlegt. Für unser Klick-System ist „schwimmend verlegt“ deshalb die konkretere Beschreibung.
Die schwimmende Verlegung allein löst allerdings noch nicht die Wasserfrage. Dafür besitzt das DRAINfloor Klick-System eine Drainage unter der Steinteppich-Oberfläche.
Wasser gezielt ableiten statt unter dem Belag zurückhalten
Beim DRAINfloor Aufbau darf Regenwasser durch die offene Belagsoberfläche gelangen. Darunter wird es über die Drainage abgeführt. Eine separate Abdichtung schützt die darunterliegende Konstruktion.
Damit das funktioniert, muss der Weg für das Wasser durchgängig sein: vom Eintritt durch die Oberfläche über die Drainage bis zum vorgesehenen Ablauf oder Rand. Gefälle, Abläufe und Abschlussprofile müssen dazu passen. Die Abdichtung und ihre Anschlüsse an Türen, Wände und andere Bauteile werden auf die jeweilige Situation abgestimmt.
So greifen die Aufgaben ineinander: Die schwimmende Verlegung reduziert die starre Spannungsübertragung, die Drainage führt Wasser ab und die Abdichtung schützt die Konstruktion darunter. Für die Haltbarkeit zählt ihr Zusammenspiel — nicht nur die sichtbare Oberfläche.
Bei der Sanierung zuerst den Aufbau prüfen
Wer einen alten Terrassenboden erneuert, sollte nicht als Erstes entscheiden, welcher neue Belag darüberkommt. Zuerst zählt, was bleiben kann und was vorher behoben werden muss.
Prüfen lassen sollten Sie insbesondere:
- Ist der vorhandene Untergrund tragfähig? Gibt es lose Bereiche oder Risse?
- Sind Feuchtigkeitsschäden oder undichte Anschlüsse erkennbar?
- Gibt es einen funktionierenden Weg für das Wasser bis zum Ablauf oder Rand?
- Wie viel Platz bleibt an Türen, Schwellen und Abschlüssen für den neuen Aufbau?
- Welche Bewegungsfugen und Randabstände verlangt das gewählte System?
Ob ein bestehender Belag liegen bleiben kann, lässt sich erst nach dieser Prüfung sinnvoll entscheiden. Eine geringe Aufbauhöhe ist hilfreich, aber kein Ersatz für einen geeigneten Untergrund.
Unser Ansatz: den Terrassenboden als System planen
Bei RENOfloor beginnt die Auswahl nicht bei der Steinfarbe. Zuerst betrachten wir Untergrund, Wasserführung, Anschlüsse und die verfügbare Aufbauhöhe. Darauf stimmen wir Belag, erforderliche Abdichtung und Profile ab.
Unser DRAINfloor Klick-System verbindet eine schwimmende Verlegung mit einer Drainage unter dem Belag. Welche Ausführung zu Ihrer Terrasse passt, hängt von den Bedingungen vor Ort ab — nicht allein davon, wie die Oberfläche aussehen soll.
Mehr zu den Unterschieden der Systeme: Steinteppich-Systeme im Überblick.
Sie planen eine neue Terrasse oder möchten einen bestehenden Boden sanieren? Beschreiben Sie uns den vorhandenen Aufbau und die erkennbaren Probleme. Gemeinsam klären wir, welche Lösung für Ihr Projekt geeignet ist.